Reisebericht Schottland

Anfang des Jahres ging es wieder zusammen mit meinem Vater auf Fototour, dieses Mal nach Schottland. Genauer gesagt auf die Isle of Skye, auf der ich bereits 2015 während eines Fotoworkshops war.
Die Isle of Skye liegt weit im Norden von‌ Schottland, der nahest gelegene Flughafen ist in Glasgow von dem aus man noch ca 4 bis 5 Stunden nach Skye selbst braucht.
Unsere Unterkunft hatten wir in Portree, in der Hauptstadt der Insel. Da die Straße unserer Unterkunft keinen Namen gab Wegbeschreibung anhand von Mauern und Mülleimern an denen wir uns orientieren sollten.

Am ersten richtigen Tag sollte es dann gleich zu den Fairy Pools gehen, die Wettervorhersage versprach wenig Sonne. Wobei sich das Wetter auf Skye sowieso alle 15 Minuten ändert. Auf dem Weg dort hin sind wir auf einem Parkplatz auf Donald getroffen, der, wie er uns erzählte, einer der wenigen Menschen ist, die tatsächlich auf Skye geboren sind. Er lud uns ein ihn auf seiner Wanderung, die er für den Tag geplant hatte zu begleiten.

Donald mit Ivary


Wie sich später herausstelle hatten wir ein kleines Kommunikationsproblem. Er hatte von ca 2 Stunden laufen gesprochen, meinte dabei aber nur die erste Etappe, dass die gesamte Wanderung mehr als doppelt so lange war und quasi den ganzen Tag brauchen würde, haben wir erst am Ende gemerkt.
Donald hatte außerdem die Ambitionen sein‌ Mountainbike bis ganz nach oben zu tragen, um dort ein Bild zu machen, weil er dies in einem‌‌‌ Video von‌ Danny Macaskill gesehen hatte. Vermutlich bezeichnetete er sich auch deshalb selbst als „Mad Scottsman“, oder vielleicht auch deshalb, weil er uns keuchend nach der Hälfte mitteilte dass er Asthma hat, sein Spray unten vergessen hatte.

Den Berg hoch

Der letzte Teil der Wanderung bis zum Gletschersee ging über einen Geröllhaufen, bei es quasi keinen festen Weg mehr gab und Klettern angesagt war. Die Tour mussten wir leider abbrechen, da das Wetter in heftiges Schneegestöber umgeschlagen hatte mit wenigen Metern Sicht.

Kurz vor Ziel

Donald, der noch zusätzlich sein Fahrrad getragen hat, hatte sich dann entschieden das Fahrrad liegen zu lassen und am nächsten Tag nochmal wieder zu kommen.

Im vergleich zu unserem Abenteuer am ersten Tag verlief der Rest der Reise vergleichsweise ruhig. Wobei Skye mit Wetter, Licht und Rauheit zu überraschend wusste