„Nicht die Kamera macht das Bild, sondern der Fotograf“, diesen Spruch hört oder liest man immer wieder und ich finde, dass er nicht ganz zutreffend ist. Ich bin der Meinung, dass gutes Equipment einiges ausmachen kann. Es dient mir als Werkzeug und unterstützt mich bei meiner Arbeit. Wichtig ist für mich, dass mein Equipment zu meinen Bedürfnissen und Anwendungsbereichen passt und gut funktioniert, trotzdem macht es mich nicht per se zu einem besseren Fotografen.
Das bedeutet konkret für mich, dass ich Ahnung vom Fotografieren haben sollte, unabhängig vom Equipment, es aber nichts falsches daran gibt, mit dem am besten geeignetsten Werkzeug zu arbeiten welches mir zur Verfügung steht, oder einfach das zu nutzen an dem ich Spaß daran habe. Welches Equipment nun aber für dich am besten geeignet ist, weiß ich nicht und kann ich nicht beurteilen.
Ich möchte dir hier einen Überblick über die Ausrüstung geben mit der ich arbeite.

Nikon D7100

Nachdem die Nikon 7100* mehrere Jahre meiner einzige Kamera war, nutze ich sie auf Veranstaltungen durchgehend als Zweit-Kamera, auf Reisen meist als Back-up. Sie hat ein gutes Rauschverhalten, einen präzisen und schnellen Autofokus und eine passable Serienbildfunktion. Zusammen mit dem Tokina 11 – 16mm habe ich sie lange Zeit sehr erfolgreich für die Landschaftsfotografie genutzt.
Heute würde ich mir die 7XXXer Reihe vermutlich nicht mehr kaufen, da ich die enthaltenden Zusatzfunktionen nicht brauche, die 5XXXer Reihe den gleichen Sensor verbaut hat und mir die Funktionen dabei ausreichen. Zu empfehlen ist sie aber, wie auch ihre Nachfolgerin die D7200*, immer noch.

Nikon D750

Auch wenn die Nikon D750* nicht im typischen Nikon-Profi Design daher kommt, braucht sich diese Kamera den Vergleich definitiv nicht zu scheuen. Die Kamera hat einen sehr hohen Dynamikumfang und ein sehr gutes Rauschverhalten. Sie ist meine Arbeitskamera Nummer eins. Besonders auf Veranstaltungen, bei schwierigen Lichtsituationen, merke ich immer wieder den Performance Unterschied zur D7100 in puncto Rauschen, Geschwindigkeit und Autofokus. Zudem kann die integrierte WLAN-Funktion in Kombination mit qDSLR-Dashboard hervorragend für Tag-Nacht Übergänge in der Zeitraffer-Fotografie eingesetzt werden.

Fuji XT-1

Als kleinere Spiegellose Kamera dient mit die Fuji XT-1* vor allem als „immer dabei Kamera“. Sowohl die kleine Nikon wiegt mit einem Objektiv schon einiges und nimmt häufig einiges an Platz weg. Nicht so bei der Fuji, diese habe ich seit neustem immer dabei, da ich sie kaum merke, wenn ich sie mit mir herum trage.
Abgesehen davon ist sie eine sehr schöne Kamera. Die Bedienelemente, die an eine analoge Kamera erinnern, erlauben es mir ISO, Blende, Belichtungszeit und Belichtungskorrektur direkt einzustellen, ohne Tastenkombination, ohne in Menüs zu suchen. Die Auflösung ist mit 16 Megapixeln im Vergleich zu anderen Herstellern eher gering, reicht allerdings für meine Zwecke. Ich werde in Zukunft verstärkt auf Kameras und Objektive von Fuji setzen, da ich mir damit vor allem Platz, Gewicht und auch Geld spare.

Fujinon XF 23mm F2

Das 23mm F2* ist mein momentan einiges Objektiv für die Fuji XT-1. Es entspricht am Micro-Four-Thirds Sensor der Fuji ca 35mm am Vollformat und ist damit die perfekte Linse für Reportagen, Streetphotography, oder auch Portraits. Die Linse bildet bereits bei Blende 2.0 scharf ab und mir reicht diese Offenblende auch aus, besonders da das 23mm f/1.4 gut das doppelte kostet.

Tamron 15 – 30mm f/2.8

Zusammen mit der Nikon D750 ist das Tamron 15 – 30 f/2.8* mittlerweile mein Standard-Objektiv für die Landschaftsfotografie geworden. Mit einer durchgängigen Blende von f/2.8 eignet es sich ebenfalls sehr gut für Sternenfotografie, vor allem am Vollformat. Das objektiv bildet bereits bei f/2.8. scharf ab und hat selbst auf 15mm eine geringe Verzerrung. Durch den Bildstabilisator, der es mir ermöglicht selbst bei Dämmerung teilweise noch aus der Hand zu fotografieren, die beschichtete Frontlinse zur besseren Reinigung und des vergleichsweise geringen Preises, ist es trotz 1mm weniger im Weitwinkelbereich dem NIKKOR 14 – 24 f/2.8, meiner Meinung nach, überlegen.

Tokina 11 – 16mm f/2.8

Als Ultraweitwinkel-Objektiv mit einer durchgehenden Blende von f/2.8 ist das Tokina 11 – 16mm* ein absolut herausragendes Objektiv für den APS-C Bereich. Die Abbildung ist hervorragend, wenn auch die Verzerrung teilweise etwas stark ist. Mit einem Vollformat Equivalent von ca 16mm (bei 11mm) und der Möglichkeit günstige Schraubfilter zu nutzen, eignet es sich perfekt für den kostengünstigen Einstieg in die Landschaftsfotografie.

NIKKOR 50mm f/1.8 G

Das Objektiv mit dem wohl besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Das 50mm f/1.8* bietet eine unglaublich gute Bildqualität für einen sehr geringen Preis. Ich nutze es vor allem für alltägliches Fotografieren, sowie für Portraits. Neben einem Standard-Zoom ist es für mich das Objektiv, was ich mit am meisten benutze.

NIKKOR 85mm f/1.8 G

Das 85m f/1.8 G* ist eines der besten Objektive, die ich je genutzt habe. Es ist unglaublich scharf, hat eine schöne Farbwiedergabe und ein tolles Bokeh. Es eignet sich hervorragend als Portraitlinse am Vollformat, ich habe es aber schon häufiger auf Veranstaltungen an einer APS-C Kamera genutzt, dort entspricht es knapp 130mm

NIKKOR 24 – 85mm f/3.5 – 4.5 

Dieser Objektivkauf war definitiv sehr naiv gewesen, mein Ziel war es einen Standard-Zoom zu haben, der potentiell auch an Vollformat nutzbar ist. Damals habe ich nur mit APS-C Kameras fotografiert.
Das Objektiv ist für den Preis in Ordnung, im Vergleich zu Festbrennweiten, oder zu den Objektiven mit durchgängigen Blenden, lässt es allerdings einiges an Schärfe und Farbwiedergabe zu wünschen übrig. Ich benutze es immer noch häufig als „immer drauf“ Objektiv, wegen des Zoomumfangs; ich würde es aber mittlerweile definitiv nicht mehr kaufen und stattdessen auf ein 24-70 f/2.8 von Nikon*, oder Tamron* sparen, oder das 24 – 120mm f/4* nehmen.

SIGMA 105mm f/2.8 Makro (Verkauft)

Das SIGMA 105mm* ist ein absolut fantastisches Makro-Objektiv. Es bietet einen Abbildungsaßstab von 1:1 bei einer Naheinstellgrenze von gut 30cm. Das Objektiv bietet im Makro-Bereich eine unglaublich gute Schärfe und hat praktisch keine Verzerrung. Als reguläres 105mm Objektiv für z.B. Portraits eignet es sich dafür aber kaum, da sowohl der Autofokus als auch die Schärfe bei einer größeren Distanz massiv nachlässt. Als Einstieg in die Makro-Fotografie aber absolut empfehlenswert.

Ich habe das Objektiv verkauft, da ich einfach zu wenig Makro-Fotografie betreibe, empfehle es aber nach wie vor uneingeschränkt.

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