Viele Fotograf*innen werden diesen Satz kennen, wenn andere die eigenen Bilder begutachten: „Die Kamera macht ja gute Bilder“.
Für diejenigen unter euch, die sich jetzt erwischt fühlen und für diejenigen, die glauben sie brauchten umbedingt das eine neue Stück Equipment um endlich bessere Bilder machen zu können, möchte ich gerne hier ein par Gedanken dazu aufschreiben.

Einerseits kommt in mir dabei Freude und Stolz auf, dass anderen Menschen meine Bilder anscheinend gefallen, gleichzeitig aber auch Frust und Verärgerung darüber, dass Andere davon ausgehen, dass diese Bilder allein der Kamera zu verdanken sind und nicht dem Fotografen der das Bild gemacht hat.

Technik macht Spaß

Ich liebe Technik und ich liebe Kameratechnik. Ich finde es großartig mich damit auseinanderzusetzen, mich mit Anderen darüber zu unterhalten welches Equipment wir gerne hätten.
Wenn neue Kameras und Objektive erscheinen, bin ich gleich hinterher um herauszufinden, wie gut sie sind, was sie vielleicht für neue Features haben und träume dann gerne davon, das einfach alles sofort kaufen gehen zu können.

Technik ist sinnvoll und brauchbar

Darüberhinaus macht es einfach Spaß mit Geräten zu arbeiten, die mir helfen so gut wie möglich die Bilder zu erstellen, die ich vor meinem inneren Auge sehe. Mit einem Werkzeug zu arbeiten, dass einfach gut funktioniert, macht nicht nur Spaß, sondern erspart auch Stress und macht die alltäglich Arbeit leichter und teilweise auch schneller. Werde ich durch ein neues Werkzeug wie einer Kamera oder eines Objektivs zu einem besseren Fotografen? Nein nicht umbedingt, denn die Technik macht’s nicht!

Die Technik macht’s nicht

Letztendlich sind alle diese Werkzeuge (wie Kamera, Objektiv, SD-Karte/Film…) notwendig um Bilder zu produzieren und gute Werkzeuge machen es durchaus einfacher und ja, unbekanntes Equipment macht durchaus Dinge möglich, die ich vorher nicht so einfach machen konnte, aber die kreative Arbeit muss dennoch ich selbst übernehmen.
Ich entscheide, was ich wann fotografiere, wie der Bildschnitt ist, wie die Komposition ist, wie lange ich Licht auf den Sensor fallen lasse und wie viel Schärfentiefe ich haben möchte. Diese Entscheidungen in Einklang zu bringen, führt für mich den handwerklichen und kreativen Part in der Fotografie zusammen und sorgt hoffentlich für ein Bild, wie ich es gerne hätte. Wie ich es gerne hätte, nicht die Kamera.

Die Technik erlaubt es zwar uns Fotograf*innen ein Bild zu produzieren, welches andere dazu bringt zu sagen „Die Kamera macht ja gute Bilder“, wir treffen aber die Entscheidungen, die zu eben diesem Ergebnis führen und dazu brauchen wir nicht die neuste Kamera. Tolle Bilder wurden schon vor Jahren gemacht, nicht erst seit der letzten Neuerscheinung.

 

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